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- Bildquelle: FuE-Zentrum FH Kiel GmbH
Forschungsergebnisse der Begleitforschung zur Rammungsschallemission bei der Installation der Forschungsplattform FINO3
Dena organisierte in Zusammenarbeit mit dem F&E-Zentrum der Fachhochschule Kiel einen Fachworkshop im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg, an dem rd. 50 Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Umwelt- und Naturschutzverbänden teilnahmen und Forschungsergebnisse zur Schallemission bei der Installation des Fundaments der Forschungsplattform FINO3 diskutierten
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Programm 76 KB 
Teilnehmerliste 109 KB 
Begrüßung und Einleitung
Albrecht Tiedemann, Deutsche Energie-Agentur GmbH
Lehmann-Mathaei, Geschäftsführer des FundE-Zentrum Fachhochschule Kiel
Schalldruckmessungen beim Rammen des Monopiles FINO3
Wolf-Jürgen Gerasch, ISD Uni Hannover
Vortrag zum Download 1.9 MB
Untersuchung der Schallreduktion verschiedener Schallschutzmaßnahmen
Dr. Betke, ITAP GmbH Oldenburg
Vortrag zum Download 3.0 MB
Vergrämung mariner Säuger und Schweinswalmonitoring bei FINO3
Dr. Georg Nehls, BioConsult SH
Vortrag zum Download 1.0 MB 
- Schallemissionen beim Rammen der Forschungsplattform FINO III traten besonders in einem Frequenzbereich kleiner als 400 Hz auf, in dem die Hörempfindlichkeit der Schweinswale und der Robben klein ist.
- Blasenschleier mindern den Schalldruckpegel um etwa 10 dB. In 900m Entfernung lag der Schallpegel bei eingeschaltetem Blasenschleier bei:
- Spitze: 184 dB
- Einzelereignis: 162 dB
- Die Halbierung der Luftmenge im Versuch hatte kaum Auswirkungen auf die Schallpegelminderung.
- Schweinswale verlassen den Bereich der Rammarbeiten großräumig insbesondere auch durch Vergrämung vor Beginn der Arbeiten. Die Schweinswahlkonzentration nimmt kurze Zeit nach Beendigung der Rammarbeiten wieder die ursprüngliche Konzentration ein.
- Die Einsetzbarkeit des Blasenschleiers in der Praxis muss insbesondere im Hinblick auf die Praktikabilität bei der Serienanwendung deutlich verbessert werden, da die verfügbare Technik erhebliche Installationszeitverlängerungen und damit Kostenerhöhungen mit sich bringen würde und die Installation sehr wetterabhängig ist.
- Der Einsatz von schallmindernden Maßnahmen ist insgesamt in einem Pilotstatus und nicht Stand der Technik. Die Techniken müssen weiterentwickelt werden, damit sie in den Arbeitsablauf beim Bau von Offshore Windparks integriert werden können. Die Möglichkeit einer Kombination von Rüttler und Rammbär, Schallschutzhüllen sowie die Stoßzeitverlängerung sind unzureichend untersucht.
- Auswirkungen paralleler Rammarbeiten insbesondere angesichts des prognostizierten Ausbaus der Offshore-Windenergie sind zu untersuchen.
- Das BMU wird weitere Arbeiten in diesem Bereich, u.a. beim Bau des Testfelds unterstützen.