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Die Nutzung der Windenergie in Deutschland hat ein Jahrzehnt äußerst dynamischen Wachstums hinter sich. Ende des Jahres 2001 waren in Deutschland etwa 8.750 Megawatt Windenergieleistung in Betrieb. Heute beträgt die installierte Leistung bereits 23.044 MW (Stand 30.6.2008). Mit dieser Zahl hat die Windindustrie mehr als ihr gesetztes Ziel erreicht und die Prognosen verschiedener Experten (vergleiche: Prognose der Hamburgischen Landesbank 413 KB
) weit übertroffen.
Mit 20.622 Megawatt installierter Leistung im Jahr 2006 liegt Deutschland bei der Windenergienutzung weiterhin weltweit vorne. 30,7 TWh Strom haben diese Windkraftwerke produziert, das sind 5,0% des gesamten Stromverbrauchs (Quelle: Erneuerbare Energien in Zahlen - nationale und internationale Entwicklung 1.8 MB
des BMU).
Es ist absehbar, dass sich der CO2-Reduktionsbeitrag der Windenergie durch ein weiteres starkes Wachstum - insbesondere im Offshore-Bereich - in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln wird. Auch das Ersetzen veralteter Anlagen durch effizientere Technik (Repowering), um eine bessere Nutzung bestehender Windkraftstandorte zu erreichen, wird in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen.
Die Bundensregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der regenerativen Energiequellen an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2020 auf 30% zu steigern.
Die Effizienz und damit die Rentabilität der Windkraftwerke ist stark vom Standort abhängig. Da die meisten geeigneten Landstandorte bebaut sind, nimmt die neu installierte Leistung der Windenergie an Land ab (vergl. Graphik).
Auch die höheren Anforderungen im Genehmigungsverfahren begrenzen den Onshore-Markt. Das größte Wachstum wird in den nächsten Jahren im Bereich der Offshore-Windenergie liegen, doch die meisten Offshore-Projekte befinden sich zurzeit noch in der Genehmigungsphase (siehe: Offshoreprojekte).
Der Rückgang auf dem nationalen Markt konnte durch einen steigenden Exportmarkt teilweise ausgeglichen werden. Deutschlands Windindustrie hat ihre Position am Weltmarkt gefestigt. Deutsche Zulieferer und Hersteller halten einen Anteil von über 50% an allen weltweit produzierten Anlagen.
Um den weiteren Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland auf hohem Niveau aufrecht zu erhalten, müssen geeignete Standorte im Meer zügig erschlossen werden - natürlich auch im Hinblick auf die zusätzlich notwendigen Maßnahmen zur CO2-Minderung ab 2010.